Ein Gesundheitszentrum für Carma

Steckbrief
Projekt Gesundheitszentrum Carma
Partner Mano a Mano Bolivia
Spendenziel EUR 12.500,00 bis Ende 2021
Spende aktuell EUR 11.294,83

Fortschrittsanzeige

90%

Carma

Dorfkern von Carma im Departamento Potosi
Dorfkern von Carma im Departamento Potosi

Über die Gemeinde

 

Die kleine, ländliche Gemeinde Carma liegt 613 km bzw. 14 Stunden auf dem Landweg von der Stadt Cochabamba entfernt im Bundesstatt Potosi, davon sind 560km asphaltiert und 53km Schotterpiste. Carma zählt aktuell 1116 Einwohner. Die Gemeinde verfügt über grundlegenden Zugang zu Wasser und beschränkten Zugang zu Elektrizität; die Häuser sind primär aus Lehmziegeln (Adobe) gebaut; es gibt eine kleine öffentliche Grundschule.

 

Die Menschen in der Gemeinde leben von der landwirtschaftlichen Produktion von Mais, Kartoffeln, Bohnen und anderem Gemüse; ebenso gibt es einige kleine Bergbaugenossenschaften in der Nähe. Mehr als 90% der Bevölkerung sprechen zwei Sprachen, Quechua und Spanisch. Die Gemeinde hat einen Human Development Index (HDI) von 0,61 gemäß Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen (zum Vergleich: Deutschland 0,94). Etwa 40% der Bevölkerung lebt unterhalb der für das Land festgelegten Armutsgrenze.

 

Aktuelle Lage

 Derzeit gibt es in der Gemeinde ein zu kleines, schlecht ausgestattetes Gesundheitszentrum aus Lehmziegeln; die Räumlichkeiten werden notgedrungen multifunktional u.a. als Pflegezimmer, Büro, Entbindungsraum und Lager genutzt. Die Gemeinde und seine Bewohner verfügen nicht über die wirtschaftlichen Mittel, den Bau eines neuen Gesundheitszentrums voranzubringen, das den aktuellen nationalen gesundheitlichen Verpflichtungen nachkommt.

Derzeitiger Entbindungsraum und Lager
Derzeitiger Entbindungsraum und Lager

 

Unser Auftrag

 

Gemeinsam mit unserem bolivianischen Partner Mano a Mano möchten wir den Bau und die Ausstattung eines neuen Gesundheitszentrums in Carma realisieren. Damit erhält die Gemeinde die dringend notwendige Infrastruktur, um medizinische Erstversorgung zu gewährleisten sowie die Gesundheitsprogramme des bolivianischen Staats erfüllen zu können.

 

Das Zentrum wird über eine Grundfläche von 240m2 verfügen, ebenerdig aus wetterfesten Materialien gebaut. Die Aufteilung ist wie folgt geplant:

 

  • Ärztliches Sprechzimmer
  • Zahnarztpraxis
  • Entbindungsraum
  • Impfraum
  • Patientenzimmer mit 2 Betten
  • Apotheke und Archiv
  • Raum für Tuberkulose-Behandlung (DOTS)
  • Küche
  • drei Badezimmer (zwei für die Patienten)
  • Lager
  • Korridor und Warteraum

Die Bauzeit wird ca. 5 Monate betragen.

 

Die Erst-Ausstattung soll u.a. umfassen: Metallschreibtische, Regale, Stühle sowie Tragbahren. Weitere medizinische Ausrüstung sowie Medikamente, Impfstoffe und Zubehör werden von der örtlichen Gemeinde in Abstimmung mit den Programmen des bolivianischen Gesundheitsministeriums bereitgestellt.

 

Nach Fertigstellung werden ein Arzt sowie eine Krankenschwester permanent vor Ort sein.  Zahnärztliche Behandlungen sind wöchentlich geplant. Die Räumlichkeiten des alten Gesundheitszentrums sollen künftig dem Gesundheitspersonal als Unterkunft dienen.

Planungsgrundriss sowie (beispielhaft) fertiggesteller Bau
Planungsgrundriss sowie (beispielhaft) fertiggesteller Bau

Budget

 

Das Budget für den Bau beträgt USD $ 84.934,00, also etwa € 72.000,00. Diese Kosten sind wie folgt unterteilt: direkte Kosten ca. € 51.000,00 (Materialien, Bauarbeiten, Bauleitung), sowie indirekte Kosten ca. €21.000,00 (Gestellung von Gerätschaften, Verwaltung und Administration). Für die Finanzierung des Projekts möchte sich Huasi Bolivia mit einem Anteil von €10.000,00 bis Ende 2021 beteiligen; dies soll anteilig die geplanten 35% Finanzierung aus externen Quellen abdecken; die Gegenfinanzierung erfolgt über die bolivianische Kommunalverwaltung vor Ort.

 

Was wir erreichen können

 

Kurzfristig wird dieses Projekt der lokalen wirtschaftlichen Entwicklung von Carma und anderen Nachbargemeinden zugutekommen durch:

 

  • Verringerung der Mütter- und Kindersterblichkeit
  • Bessere gesundheitliche Beratung
  • Bessere Qualität der Gesundheitsversorgun
  • Erhöhte vorbeugende medizinische Versorgung (Impfdienste)
  • Bessere Aufklärung im Bereich der öffentlichen Gesundheit
  • Reduzierung der Landflucht       
  • Steigerung der Arbeitszufriedenheit des Gesundheitspersonals

Unterstützen Sie uns bei diesem Vorhaben. Jeder Euro hilft!